Allgemeines
Jerusalem
Tel Aviv
Haifa
Sonstige Museen
Musik in Israel
Theater in Israel
Tanz in Israel
Oper in Israel
Festival in Israel
Allgemeines
Die Anfänge der israelischen Kunst liegen im frühen 20. Jahrhundert, als die Idee der Errichtung eines jüdischen Staates im Land der Bibel Gestalt anzunehmen begann.
1906 gründete der Bildhauer Boris Schatz in Jerusalem die Schule für Kunsthandwerk Bezalel (heute: Bezalel Academy of Art and Design), benannt nach dem biblischen Kunsthandwerker Bezalel Ben Uri. Die Schule, ein spiritueller Zweig der zionistischen Bewegung, gilt als erster Meilenstein der israelischen Kunstgeschichte.
Die ersten Werke von Bezalel waren traditionell jüdischen und biblischen Themen gewidmet und reflektierten eine Synthese zwischen europäischer Kunsttradition und jüdischem Designhandwerk einerseits, und der Lokalkultur der biblischen Heimat andererseits.
Zwanzig Jahre nach ihrer Gründung, angesichts verschiedener Schwierigkeiten und der zunehmenden Auseinandersetzung mit modernen säkularen Ideologien, ging aus der Kunstakademie Bezalel eine neue Kunstbewegung hervor, die sich von dem bis dahin dominanten, von der Diaspora und der jüdischen Religion geprägten Stil distanzierte und sich stattdessen den Landschaften der neuen Heimat und dem „neuen jüdischen Menschen“ zuwandte. Mit dem neuen künstlerischen Schwerpunkt brachten die „Bezalel-Rebellen“ gleichzeitig auch ihre neue Identität als „hebräische“ statt als „jüdische“ Künstler zum Ausdruck. Zu den Gründern der neuen Strömung, die die israelische Kultur bis heute beeinflusst, zählen Avraham Melnikov, Yosef Zaritzky und Reuven Rubin.
Auf dem Weg zur führenden Kunst- und Designakademie und zu ihrem heutigen Sitz auf dem Gelände der Hebräischen Universität am Mt. Scopus in Jerusalem durchlief die Schule mehrere Stationen. Von Anfang an haben Bezalel-Absolventen bei der Erschließung neuer Kunstfelder eine führende Rolle gespielt, die lokale Kunstszene bereichert und zur Gründung anderer Kunstschulen, Museen und Galerien in Israel und im Ausland beigetragen. Nicht wenige international bekannte Kunsttalente haben ihre Ausbildung in der Kunstakademie Bezalel genossen.
Israelische Kunst ist in Museen und Galerien sowohl in den drei großen Städten als auch an weiteren Standorten im Rahmen von permanenten und temporären Ausstellungen zu sehen. Zum aktuellen Ausstellungsprogramm siehe www.ilmuseums.com.

Jerusalem
Jerusalem, die Hauptstadt Israels, ist seit Jahrhunderten ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Zahlreiche Kunst- und Archäologiemuseen beschäftigen sich mit der Vergangenheit dieses geschichtsträchtigen Ortes, darunter auch leicht zu Fuß erreichbare Freilichtmuseen, die einen großzügigen Blick auf die lange Geschichte Jerusalems freigeben. Nicht von ungefähr kommt der Talmudspruch „Zehn Maße der Schönheit wurden der Welt erteilt. Neun wurden von Jerusalem genommen, eins von der restlichen Welt“, und nicht zufällig gilt die Stadt als Wiege der israelischen Kunst.
Die wichtigsten Museen in Jerusalem in Kürze (mehr dazu auf der Website der Jerusalemer Stadtverwaltung www.jerusalem.muni.il):
Das Israel Museum
Das Israel Museum ist das größte und wichtigste Museum des Landes. Es liegt im Museenviertel im Stadtteil Givat Ram und setzt sich aus mehreren Flügeln zusammen. Die Ausstellungen umfassen eine archäologische Sammlung, historische Artefakte, Kunst des 20. Jahrhunderts, Impressionismus und südamerikanische Kunst. Zudem verfügt das Israel Museum über einen Jugendflügel sowie über Skulpturgärten und -galerien mit ständigen und wechselnden Ausstellungen israelischer und ausländischer Künstler. In einem gesonderten Bau mit trichterförmigem, weißen Dach, dem sog. Schrein des Buches, werden antike Schriftrollen vom Toten Meer aus der Zeit des Bar Kochba-Aufstandes um 70 n. u. Z. aufbewahrt und gezeigt. Einige dieser Rollen mit kompletten hebräischen Bibelabschriften wurden in den vergangenen Jahrzehnten, aufbewahrt in Tonkrügen, in Höhlen im Kumrantal am Toten Meer gefunden.
Das Museum ist so groß, dass ein Besuch allein nicht ausreicht, um alle Ausstellungen und Sammlungen zu sehen. Es wird daher empfohlen, sich vorher über die aktuellen Ausstellungen zu informieren bzw. die Besuchsroute nach den eigenen Interessen zu planen. Am Eingang sind elektronische Museumsführer in hebräischer, englischer und russischer Sprache erhältlich. Zudem finden täglich zu bestimmten Zeiten geführte Rundgänge auf Hebräisch und Englisch, zweimal pro Woche auf Französisch und einmal wöchentlich auch auf Spanisch statt. Näheres hierzu siehe die Webpage des Museums www.imj.org.il.
Das Biblische Museum (Bible Lands Museum)
Das Biblische Museum ist im Museenviertel nahe beim Israel Museum angesiedelt. Es verfügt über eine große archäologische Sammlung, die den Besuchern einen Eindruck von den alten Kulturen des Orients vermittelt und das Verhältnis zwischen den einzelnen Völkern veranschaulicht. Die klar aufgebaute Ausstellung zeichnet ein mehrdimensionales Bild der sich wandelnden Kulturen der Region. Die Besucher werden der Zeitlinie von der biblischen Zeit bis heute, entlang geführt.
Die Ausstellungsgegenstände werden von Karten, Skizzen und Zitaten aus der Bibel ergänzt, die den Besuchern den Lebensstil, religiöse Rituale, Kommunikationsmethoden und die Kunst antiker Gesellschaften näher bringen. Der weitläufige Museumsgarten enthält eine Sammlung von Bäumen und anderen Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden.
Für weitere Information zum Museum siehe die offizielle Webpage www.blmj.org.
Das Ticho Haus
Das Ticho Haus ist ein kleines Museum in der Jerusalemer Innenstadt. Das Gebäude, in dem das heutige Museum, eine Außenstelle des Israelmuseums, untergebracht ist, wurde 1868 von einem arabischen Würdenträger erbaut und in den 1920er Jahren von dem Augenarzt Abraham Albert Ticho und seiner Frau, der Malerin Anna Ticho, erworben. Das Paar war aus Wien eingewandert und wollte sich im damaligen kulturellen und intellektuellen Zentrum der Stadt niederlassen.
Das Erdgeschoss diente als Augenklinik und das Obergeschoss als Wohnung. Anna Ticho hatte in Wien Kunst studiert, in Damaskus angefangen zu malen und später in Jerusalem ein Werk geschaffen, das ihr schon zeitlebens den Respekt von Kunstkennern und Intellektuellen eingebracht hat. 1980 erhielt sie den Israel-Preis. Nach ihrem Tod wurde das Haus in ein Museum umgewandelt und nach ihr benannt. Es beherbergt heute eine ständige Ausstellung von ihren Gemälden, Channuka-Leuchter aus der Sammlung ihres Ehemannes Dr. Ticho, eine große Bibliothek, einen Souvenirladen und ein Cafe. Im Ticho-Haus, das viel alte Jerusalemer Atmosphäre ausstrahlt, finden auch Konzerte und Aufführungen statt.
www.imj.org.il/eng/branches/ticho_house/index.html
Das Jerusalemer Künstlerhaus
Dieses Museum, untergebracht in einem Steinhaus aus dem 19. Jahrhundert und ursprünglicher Standort der Bezalel Kunstakademie, ist ein bedeutendes Kunst- und Kulturzentrum der Stadt. Es zeigt temporäre Ausstellungen israelischer Künstler, auch solche, die aktuellen Themen gewidmet sind, und bietet jungen Talenten die Gelegenheit, ihre Werke im kollektiven Rahmen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Ein berühmtes Geschäft für Künstlerutensilien und eine gut zugängliche Galerie sind weitere Anziehungspunkte dieser alten Jerusalemer Institution.
www.art.org.il
Das Islamische Kunstmuseum
Das Islamische Kunstmuseum, eines der besten seiner Art, liegt in der Nähe des Jerusalem-Theaters. Es handelt sich um eine altehrwürdige Institution, die gründlich renoviert und erweitert wurde. Das Museum zeigt islamische Kunst vom 7. Jahrhundert bis heute mit besonderem Augenmerk auf speziellen Exponaten und seltenen Sammlungen, die ein breites Stil- und Fertigkeitsspektrum reflektieren. Seit seiner Eröffnung 1974 hat das Museum im harten Wettbewerb mit ähnlichen Institutionen in islamischen Ländern zahlreiche Kunstwerke und -gegenstände erworben und seine Sammlung beträchtlich erweitert. Sie enthält nun Exponate aus der Türkei, dem Irak, Ägypten, Syrien, Indien, Afghanistan, Spanien und dem Iran. Zudem werden islamisch geprägte Werke europäischer Künstler gezeigt.
Die Sammlung und die wechselnden Ausstellungen umfassen große Keramiksammlungen, Glas- und Metallarbeiten, rituelle Artefakte, Schmuck, Gemälde und Bildteppiche, die Aufschluss über die verschiedenen islamischen Kulturtraditionen geben.
Das Islamische Kunstmuseum führt auch Kreativworkshops für Kinder durch, und in der Ferienzeit im Sommer finden Vorstellungen und Aufführungen statt.
Wer mehr über die Ausstellungen erfahren möchte, kann gegen ein zusätzliches Entgelt Führungen auf Hebräisch, Englisch oder Arabisch buchen.
www.islamicart.co.il
Museum on the Seam
Das Museum on the Seam (zu Deutsch “Museum an der Naht”) ist in einem Privathaus an der Chel ha-Handassa-Strasse Nr. 4 untergebracht. Es liegt direkt an der ehemaligen Grenzlinie zwischen Israel und Jordanien, die die Stadt Jerusalem bis zu ihrer Wiedervereinigung 1967 entzweite. Die Einschusslöcher an der Fassade des Gebäudes, das früher Turgeman-Haus hieß, sind stumme Zeugen des ehemaligen Konflikts mitten in der Stadt.
Im Jahr 2000 wurde das Haus zu einem Stadtmuseum umfunktioniert. Die ehemalige Grenze und die Spannungen zwischen Israel und Jordanien in der geteilten Stadt sind an diesem Ort noch gut zu spüren. Das Museum vermittelt die konfliktreiche Vergangenheit mit einer Vielzahl künstlerischer Mittel – Multimedia, Kunstausstellungen, Videofilme und Führungen – und möchte dabei einen Beitrag zu Koexistenz, Toleranz und Frieden zwischen den beiden Völkern leisten, die gelernt haben, in einer Stadt zusammen zu leben.
www.coexistence.art.museum/eng/main.htm
Das Rockefeller Museum
Das Rockefeller Museum, in einem der ersten Häuser außerhalb der Altstadtmauern gelegen, ist eine weitere Außenstelle des Israel Museums. Es zeigt vor allem archäologische Funde, doch vielen Besuchern ist allein das monumentale Kalksteingebäude schon einen Besuch wert. Es stammt ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert und wurde zunächst abwechselnd als Olivenölfabrik und Wohnhaus benutzt. 1906 bewarb sich der Jüdische Nationalfonds um Karem a-Sheikh, wie das Anwesen früher hieß, für die Kunstakademie Bezalel, doch ohne Erfolg. 1919 reservierte es dann die Verwaltung des britischen Palästinamandats für ein Archäologiemuseum, und 11 Jahre später wurde das Gebäude mit einer großzügigen Spende des amerikanischen Industriellen John D. Rockefeller tatsächlich zum Museum umgebaut und nach ihm benannt. Der Standort gegenüber den Mauern der Altstadt, an der Linie zwischen den östlichen und westlichen Teilen der Stadt, macht das Rockefeller Museum zu einem einzigartigen kulturellen Monument der wechselvollen Geschichte Jerusalems.
www.imj.org.il/eng/branches/rockefeller

TelAviv
Tel Aviv ist gewissermaßen die zweite Hauptstadt Israels, im Unterschied zu Jerusalem jedoch weitgehend frei von historischem und religiösem Ballast. Die moderne Stadt am Mittelmeer bildet den Kern des größten Ballungsraumes des Landes – Gush Dan („Dan-Block“). Die Stadt Tel Aviv, „Frühlingshügel“ zu Deutsch, wurde 1909 gegründet und hieß ursprünglich Akhuzat Bayit („Heimstatt“) . Im Süden direkt an die arabische Stadt Jaffa (hebr. Yafo) angrenzend, breitete sie sich rasch nach Norden und Osten aus.
Tel Aviv ist heute als Wirtschaftsmetropole und Sitz zahlreicher Institutionen des öffentlichen Lebens und der Kunst auch kulturell von Bedeutung. Israels zwei größte Theaterbühnen, das Habima-Theater und das Cameri-Theater, liegen in Tel Aviv. Zu den größeren Kulturinstitutionen der Stadt zählen zudem das städtische Kunstmuseum (The Tel Aviv Art Museum), die Oper, das Konservatorium und die Cinematek. Zahlreiche Kunstgalerien mit Werken israelischer Künstler sind ebenso über die ganze Stadt verteilt wie Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum. Auf Plätzen und in Parks finden oft Straßenaufführungen statt, und die Clubszene im Süden der Stadt bietet Musik- und Fringekulturfreunden einschlägige Eindrücke. Tel Avivs internationales Ansehen als Kulturzentrum ist im Laufe der Jahre stark gewachsen. Viele weltbekannte Künstler treten hier auf. Information zum aktuellen Kulturprogramm von Tel Aviv ist auf der Webpage der Stadtverwaltung abrufbar: www.tel-aviv.gov.il.
Für Kurzbesucher empfehlen sich folgende Sehenswürdigkeiten: das alte Jaffa mit seinem pittoresken Fischerhafen und dem Künstlerviertel, Neve Tsedek, das älteste und bunteste Stadtviertel Tel Avivs, wo heute ebenfalls viele Künstler wohnen und die Gordon-Straße, an der sich die Kunstgalerien aneinanderreihen. In der Innenstadt befinden sich einige bemerkenswerte Architekturobjekte und wichtige Kulturinstitutionen.
Das Tel Aviv Art Museum
Das Tel Aviv Art Museum, das größte Museum der Stadt, liegt am Shaul ha-Melekh-Boulevard. Es beherbergt permanente und wechselnde Ausstellungen sowie eine Sammlung von mehr als 20 000 Zeichnungen und Drucke. Permanent ausgestellt sind Werke verschiedener israelischer Künstler, europäische Kunst von der Renaissance bis zur Moderne, darunter eine eindrückliche Sammlung impressionistischer Gemälde sowie zeitgenössische amerikanische Kunst. Das Spektrum der wechselnden Ausstellungen umfasst israelische und ausländische Künstler, berühmte Sammlungen und internationale Wanderausstellungen.
Auf dem Vorplatz sind Plastiken und größere Installationen ausgestellt. Im Museum finden auch Konzerte und Filmaufführungen statt.
In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Stadtbibliothek („Beit Ariela“), das Cameri-Theater , die Oper und ein Gerichtsgebäude.
Der Helena Rubinstein Pavillon, eine Außenstelle des Tel Aviv Art Museum in der Innenstadt, neben dem Mann Auditorium („Heikhal ha-Tarbut“) und dem Habima-Theater, ist auf wechselnde Ausstellungen moderner Kunst spezialisiert und beherbergt Miniaturen der Helena Rubinstein-Sammlung.
www.tamuseum.com
Das Eretz-Israel -Museum
Das Eretz-Israel-Museum (Land-Israel-Museum) ist eine Welt visueller, kultureller und historischer Kostbarkeiten. Auf ausgedehntem Gelände bietet es den Besuchern eine breite Vielfalt von Attraktionen, die zu erkunden eigentlich mehrere Besuche erfordert. Die Sammlung des Museums ist auf mehrere Pavillons aufgeteilt, wovon jeder einem bestimmten Thema oder Material gewidmet ist: Glas, Keramik, Münzen, Post und Philatelie, Judaica, Ethnografie und Folklore.
Zu den ständigen Attraktionen des Land-Israel-Museums gehören die archäologischen Ausgrabungen von Tel Kasila, einer antiken Hafenstadt der Philister um 1200 v.u.Z., ein Planetarium mit Raumfahrtsimulationen, ein 80-jähriges Feuerwehrauto, das die Stadt New York 1947 der ersten israelischen Feuerwehr gestiftet hatte, ein Hof mit antiken Mosaikböden, eine alte Olivenpresse, eine große Sonnenuhr sowie ein Garten mit biblischen Landschaften in Miniatur.
www.eretsmuseum.org.il
Das Diaspora-Museum
Das Diaspora-Museum ist der jüdischen Diasporageschichte gewidmet. Es befindet sich auf dem Gelände der Tel Aviver Universität. Neben der permanenten Ausstellung mit ethnischen Artefakten aus jüdischen Gemeinden der ganzen Welt, sind im Diaspora-Museum auch wechselnde Ausstellungen zu spezifischen jüdischen Gemeinden zu sehen.
Das jüdische Leben in verschiedenen geografischen Regionen wird mit Tondokumenten, Diashows, Zeichnungen, Videoclips, Dokumentarfilmen und Fotografien sehr lebendig veranschaulicht. Zudem haben die Besucher die Möglichkeit, selbst Information über bestimmte jüdische Gemeinden, Personen und Genealogien abzufragen. Ein digitalisiertes Fotoarchiv sowie ein Zentrum für jüdische Musik sind ebenfalls vorhanden.
www.bh.org.il

Haifa
Haifa, die drittgrößte Stadt Israels, ist die Kulturmetropole des nördlichen Landesteils. In der Hafenstadt sind Museen angesiedelt, die sich mit der jüdischen Besiedlung des Landes und den kulturellen und geschichtlichen Ursprüngen seiner Bewohner befassen sowie solche, die ganz spezifischen Themen gewidmet sind, wie beispielsweise das nautische Museum und das japanische Museum.
Für aktuelle Information zu Ausstellungen in Haifaer Museen siehe
www.hms.org.il.
Das Haifa Art Museum
Das Haifa Art Museum ist im Volkshaus, einem Gebäude aus dem Jahre 1869 der ehemaligen Templerkolonie, untergebracht. Es beherbergt ständige und wechselnde Ausstellungen moderner israelischer und internationaler Kunst mit besonderem Augenmerk auf der besonderen Qualität Haifas als jüdisch-arabische Stadt. Im Museum finden auch diverse kulturelle Veranstaltungen statt, darunter Tanzaufführungen, Konzerte und Vorträge.
Das National Maritime Museum
Dieses Museum befasst sich mit der Geschichte Israels als Mittelmeerland. Es werden Artefakte und Dokumente zu Häfen, Stränden, Schiffen, die hier ankamen oder von hier ablegten und allgemein zur Seefahrtsgeschichte des Landes gezeigt. Die Exponate veranschaulichen das Verhältnis zwischen Mensch und Meer.
Das Tikotin Museum für japanische Kunst
Das Tikotin Museum auf der Anhöhe des Mt. Carmel bringt der israelischen Öffentlichkeit die japanische Kunst und Kultur näher und versucht damit, einen Beitrag zum israelisch-japanischen Austausch zu leisten. Die Ausstellung aus der Museumssammlung mit mehreren tausend Exponaten wird im Geiste des japanischen Minimalismus alle drei Monate neu zusammengestellt. Im Tikotin Museum, dem einzigen seiner Art im Nahen Osten, finden auch Konzerte japanischer Musik, Vorträge von Fernostexperten und Veranstaltungen zu diversen fernöstlichen Anlässen statt.

Sonstige Museen
Das Janco Dada Museum
Das Janco Dada Museum im Künstlerdorf Ein Hod bei Haifa ist nach dem Gründungsmitglied der Dadabewegung Marcel Janco benannt. Neben einer permanenten Ausstellung zu Jancos Werk zeigt das Museum in einer Kellergalerie Videoart und damit weitere Facetten dieser bedeutenden revolutionären Kunstströmung.
Das Janco Dada Museum hat sich zu einem künstlerischen Sprachrohr der lokalen Protestbewegung entwickelt. Ausstellungen junger Avantgardekünstler werden auch von jüdischen und arabischen Schulklassen besucht und fördern die Auseinandersetzung mit dem israelisch-arabischen Konflikt. Das Janco Dada Museum umfasst zudem einen Jugendflügel und ein „Dadalabor“ – eine Art Versuchslabor, wo junge Menschen sich in avantgardistischer Kunst üben können.
Jancodada-museum.israel.net
Das Ralli Museum
Das Ralli Museum in Caesarea ist eines von vier Museen weltweit, die vom Bankier und Kunstsammler Harry Recanatti gegründet wurden. Recanatti interessierte sich besonders für die Förderung zeitgenössischer Kunst, die von den etablierten Kunstinstitutionen des Landes nicht berücksichtigt wurden. Das private Museum, erbaut im Stil einer spanischen Villa, zeigt europäische und lateinamerikanische Kunst sowie Werke junger Künstlertalente, mit denen Recanatti oft persönlich bekannt war.
Der Industriepark Tefen
Vom Gedanken geleitet, Industrie mit Kunst zu verbinden, um einen Ort zu schaffen, wo Kreativität in allen Formen zur Geltung kommen kann, hat der Industrielle Stef Wertheimer vier Industrieparks geschaffen – in Tefen, in Lavon bei Karmiel und in Tel Khai im Norden des Landes sowie in Omer im Negev. Der Industriepark Tefen umfasst ein Freilichtmuseum mit wechselnden Ausstellungen israelischer Kunst, eine permanente Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Einwanderer aus Deutschland, einen Skulpturgarten mit Plastiken verschiedener Stilrichtungen und einer Ausstellung zur Geschichte der israelischen Industrie.
www.open-museums.co.il
Das Kunstmuseum Ein Harod
Das Kunstmuseum Ein Harod im gleichnamigen Kibbuz gilt als größtes Museum im nördlichen Landesteil. Die natürliche Umgebung und die ländliche Atmosphäre machen den Besuch an diesem Ort zum inspirierenden Erlebnis. Das Museum überschaut das Yezreel-Tal und den Gilboa-Berg, und seine Galerien werden vom hellen Sonnenlicht durchflutet, das diese Landschaft prägt. Zahlreiche israelische Künstler haben hier ausgestellt und die Werke später dem Museum vermacht. Die Judaica-, Fotografie- und Grafiksammlungen dieses Kunstmuseums gelten als besonders reichhaltig und attraktiv.
www.museumeinharod.org.il

Musik in Israel
Das Israelische Philharmonische Orchester
Das Israel Philharmonic Orchestra ist Israels Nationalorchester seit seiner Gründung im Jahre 1936. Es steht unter der musikalischen Leitung des weltbekannten Dirigenten Zubin Metha, tritt aber auch unter Gastdirigenten und mit Gastsolisten auf. Die israelische Philharmonie gibt Konzerte in ganz Israel und gastiert auch im Ausland. In Israel spielt sie vor allem im Mann Auditorium („Heikhal ha-Tarbut“) in Tel Aviv.
Der Konzertplan des Israel Philharmonic Orchestra ist auf www.ipo.co.il abrufbar.
Das Jerusalemer Symphonieorchester
Das Jerusalem Symphony Orchestra wurde in den 1940ern gegründet und hieß ursprünglich auf Hebräisch „Tizmoret Kol Yisrael“ (Israelisches Rundfunkorchester). Sein heutiger musikalischer Leiter ist Leon Botstein. Es gehört der israelischen Rundfunkbehörde und spielt im Henry Crown Auditorium im Jerusalem-Theater. Sämtliche Konzerte werden aufgezeichnet und vom Sender für klassische Musik des staatlichen Radios ausgestrahlt.
Zum Konzertplan siehe www.jso.co.il.
Weitere Orchester: das Haifaer Symphonieorchester, das Ramat Gan-Orchester, das kleine Symphonieorchester, Sinfonietta, von Be’er Sheva, das Israelische Kammerorchester sowie das Kibbutz Orchester.

Theater in Israel
Das israelische Bühnentheater ist das Produkt verschiedener Theaterkulturen, aus denen sich allmählich ein anerkannter einheimischer Kulturzweig, bestehend aus einer Vielzahl größerer und kleinerer Bühnen diverser Stilrichtungen und Genres, herausgebildet hat. Die israelischen Theaterpioniere waren mehrheitlich Einwanderer europäischen Ursprungs, die hier eine orientalische Kultur vorgefunden haben und deren Vermächtnis in intensivem Dialog mit dem modernen Avantgardetheater steht.
Das Habima-Theater
Die Ursprünge des heutigen Nationaltheaters Habima liegen im Baltikum bzw. in Russland. Nachdem 1913 in Wilna die erste Gründung gescheitert war, formierte sich die hebräische Theatergruppe 1917 in Moskau neu und emigrierte später nach Tel Aviv.
Das Repertoire des Habima-Theaters umfasst klassische und zeitgenössische Stücke. Habima war bis zur Gründung des Cameri-Theaters 1945 das einzige Theater im Land.
www.habima.org.il
Das Cameri-Theater
Das Cameri, das erste israelische Stadttheater, war die lokale, israelische Alternative zu Habima. Seine Schauspieler waren jünger, ihr Hebräisch fließender und das Repertoire nicht mit dem des vom osteuropäischen Theater beeinflussten Habima zu vergleichen. Bis heute unterscheiden sich die beiden Bühnen deutlich im Stil. Während beim Repertoire des Cameri eher soziales und politisches Theater sowie experimentelle Aspekte im Vordergrund stehen, setzt Habima nach wie vor auf eine solide Mischung von klassischem Theater, authentischem israelischen Material und hebräischen Inszenierungen zeitgenössischer europäischer und amerikanischer Dramen.
www.cameri.co.il
Weitere bekannte israelische Theaterbühnen:
Das Tsavta-Theater in Tel Aviv ist hauptsächlich auf Fringe-Theater spezialisiert.
www.tzavta.co.il
Das Gesher-Theater (zu Deutsch „Brücke“) setzt sich mehrheitlich aus Neueinwanderern aus den GUS-Staaten zusammen. Es ist eines der wenigen zweisprachigen Theaterbühnen der Welt. Dieselbe Schauspielertruppe spielt abwechselnd auf Hebräisch und Russisch. Das Repertoire von Gesher richtet sich vor allem an Liebhaber osteuropäischer Dramen.
www.gesher-theatre.co.il
Das Haifa Theater ist eine größere zeitgenössische Bühne. Es führt jährlich ein Kindertheaterfestival durch und hat auch Stücke in arabischer Sprache im Programm.
www.haifa-theatre.co.il
Das kleine aus zwei Theatergruppen zusammengesetzte arabisch-hebräische Theater von Jaffa befasst sich mit lokalen Stoffen der alternativen Art.
http://Arab-hebrew-theatre.org.il
Das Be’er Sheva Theater (www.b7t.co.il).
Das Khan-Theater, untergebracht in einem ehemaligen türkischen Bad, ist das einzige produzierende Repertoiretheater Jerusalems. Das Gebäude verleiht den Theateraufführungen eine besonders intime Atmosphäre. www.khan.co.il

Tanz in Israel
Der israelische Tanz hat in den letzten Jahrzehnten international Anerkennung gefunden, ist jedoch im Gegensatz zum israelischen Theater weder mit etablierten Institutionen noch thematisch eng mit der israelischen Realität verbunden.
The Israel Ballet - verfügt über ein breites Klassisches Ballettrepertoire. Das Aufführungsprogramm ist unter www.iballet.co.il abrufbar.
Bat Sheva
Die Bat Sheva Dance Company ist eine international bekannte Modern Dance-Gruppe. Der künstlerische Direktor Ohad Naharin zählt zu den besten Choreographen der Welt.
Die Kibbutz Dance Company
Die populäre Tanzgruppe aus dem Kibbutz Ga’aton zeigt Tanzaufführungen für Erwachsene und Kinder, choreographiert von Rami Be’er. Die Modern Dance-Aufführungen der Kibbutz Dance Company haben weltweit Anerkennung gefunden.
Vollständige Aufführungsdetails siehe www.kcdc.co.il.
Weitere bekannte israelische Tanzgruppen: Bat Dor, Inbal, Noa Dar Company, Miyumana.
Das Suzanne Dellal Center im Neve Tsedek-Viertel in Tel Aviv ist eine wichtige Adresse für Tanzaufführungen und Festivals. Einzelheiten dazu gibt es bei www.suzannedellal.org.il

Oper in Israel
Die Israelische Oper (The Israeli Opera Tel Aviv-Yafo)
Nach längerer Wanderzeit von Bühne zu Bühne fand die Israelische Oper vor einigen Jahren endlich eine definitive Bleibe im neuen Opernhaus des Tel Aviver Zentrums für Bühnenkunst neben dem Tel Aviv Museum. Das Repertoire der einzigen Oper Israels setzt sich aus klassischen und modernen Kompositionen sowie aus modernen Inszenierungen europäischer Opernwerke zusammen.
www.israel-opera.co.il

Festivals in Israel
Wanderfestspiele und lokale Festproduktionen finden in Israel das ganze Jahr über statt. Das Spektrum solcher Veranstaltungen reicht von Festivals mit künstlerischem Gehalt wie zum Beispiel Musikfestivals für Saiteninstrumente, über Kindertheaterfestivals, Festivals zur Förderung von Bürgerrechten durch visuelle Kunst und bis zu Filmfestivals und kulinarischen Straßenfesten. Touristen wird empfohlen, sich vor ihrer Reise über die jeweils stattfindenden Festivals zu informieren.
Das Israel Festival
Das Israel Festival mit Musik-, Tanz- und Theaterdarbietungen aus aller Welt findet jährlich zwischen Mai und Juni in Jerusalem statt. Zum Programm siehe www.israel-festival.org.il.
Das Karmiel Tanzfestival
Jährlich im Juli findet in Karmiel (Galiläa) ein Tanzfestival statt. Das Programm umfasst Tanzaufführungen und öffentlich zugängliche Volkstanzveranstaltungen.
www.dancefest.karmiel.israel.net
Das Festival für Alternativtheater Akko
Jährlich im Herbst während der Sukkot-Festtage führen alternative Theatergruppen in Akko ihre Produktionen auf, sowohl in improvisierten Theatersälen als auch auf der Straße. www.accofestival.co.il
Das Internationale Jazz Festival Eilat
In der letzten Augustwoche eines jeden Jahres treffen sich international bekannte Jazzmusiker in Eilat am Roten Meer zu Jam-Sessions.
www.redseajazzeilat.com
